Holzhärte-Tabelle

Brinell-Härte, Rohdichte und Außeneignung gängiger Holzarten. Spalten antippen zum Sortieren, Zeile antippen für den Steckbrief.

24 Hölzer
Brinell-Härte (quer zur Faser, N/mm²), Rohdichte (darrtrocken, kg/m³) und Außeneignung von 24 Holzarten — gerundet nach DIN EN 1534 und DIN EN 350.
Typ Typische Nutzung
Balsa Laubholz 2 160 Ungeeignet Modellbau, Dämmung
Pappel Laubholz 8 450 Ungeeignet Sperrholz, Verpackung, Leichtbau
Linde Laubholz 9 530 Ungeeignet Schnitzen, Modellbau, Drechseln
Fichte Nadelholz 12 470 Ungeeignet Konstruktion, Innenausbau
Tanne Nadelholz 12 450 Bedingt Konstruktion, Innenausbau, außen (behandelt)
Zeder Nadelholz 13 380 Geeignet Fassade, Schindeln, Sauna, außen
Erle Laubholz 17 510 Ungeeignet Möbel, Sperrholz, Blindholz
Birke Laubholz 18 650 Ungeeignet Sperrholz/Multiplex, Möbel, Furnier
Kiefer Nadelholz 19 520 Bedingt Möbel, Bau, Profilholz
Lärche Nadelholz 19 590 Geeignet Terrasse, Fassade
Douglasie Nadelholz 21 510 Geeignet Terrasse, Außenbau
Kastanie Laubholz 23 590 Geeignet Zaun, Garten, Möbel, Fass
Ahorn Laubholz 27 630 Ungeeignet Parkett, Möbel, Küche
Mahagoni Laubholz 30 550 Geeignet Edelmöbel, Boot, Furnier
Nussbaum Laubholz 31 640 Bedingt Möbel, Furnier
Kirsche Laubholz 31 600 Bedingt Edelmöbel, Furnier, Drechseln
Eiche Laubholz 34 690 Geeignet Möbel, Parkett, Terrasse
Buche Laubholz 34 720 Ungeeignet Treppen, Werkbank, Möbel
Teak Laubholz 37 660 Geeignet Gartenmöbel, Boot, außen
Esche Laubholz 38 690 Bedingt Werkzeugstiele, Sport, Möbel
Bambus Gras (Süßgras) 40 700 Bedingt Parkett, Möbel, Terrasse
Bangkirai Laubholz 42 910 Geeignet Terrasse, Konstruktion außen
Wenge Laubholz 42 880 Bedingt Parkett, Möbel (edel)
Robinie Laubholz 46 730 Geeignet Terrasse, Spielgeräte, außen

Brinell-Härte quer zur Faser (N/mm²) · Rohdichte darrtrocken · Werte gerundet nach DIN EN 1534 und Literatur.

i Außeneignung bezieht sich auf die natürliche Dauerhaftigkeit nach DIN EN 350 (unbehandelt). „Bedingt“ = nur mit Holzschutz oder konstruktiv geschützt. Härtewerte schwanken je nach Wuchs und Feuchte.

Was die Brinell-Härte aussagt

Die Brinell-Härte (nach DIN EN 1534) misst, mit welchem Widerstand sich eine Stahlkugel quer zur Faser ins Holz drücken lässt — angegeben in N/mm². Je höher der Wert, desto kratz-, druck- und abriebfester ist die Oberfläche. Praktisch heißt das: Hohe Werte (Robinie 46, Bangkirai/Wenge 42, Eiche/Buche 34) sind ideal für stark beanspruchte Flächen wie Parkett, Treppen und Arbeitsplatten. Niedrige Werte (Balsa 2, Fichte 12, Kiefer 19) bedeuten weiches, leicht zu bearbeitendes Holz — gut für Konstruktion, Innenausbau und Modellbau, aber empfindlicher gegen Dellen.

Wichtig: Härte ist nicht gleich Witterungsbeständigkeit. Buche ist mit 34 N/mm² sehr hart, fault draußen aber schnell (Dauerhaftigkeitsklasse 5); Lärche ist weicher, hält im Freien jedoch jahrzehntelang. Für den Außeneinsatz zählt die Dauerhaftigkeit nach DIN EN 350 (Spalte „Außeneignung"), nicht die Härte. Die Werte in der Tabelle sind gerundete Richtwerte — je nach Wuchs, Standort und Holzfeuchte schwanken sie. Wie sich die Holzfeuchte auswirkt und welche Holzart konkret wofür passt, steht auf den Holzart-Seiten.

Häufige Fragen

Was bedeutet die Brinell-Härte?

Die Brinell-Härte misst, mit welchem Widerstand sich eine Stahlkugel ins Holz drückt (in N/mm²). Höhere Werte = härteres, kratz- und druckfesteres Holz. Für Parkett und Treppen sind hohe Werte gut, beim Bearbeiten von Hand eher hinderlich.

Welches Holz ist für draußen geeignet?

Entscheidend ist die natürliche Dauerhaftigkeit (DIN EN 350). Robinie, Eiche, Lärche, Douglasie, Teak und Bangkirai sind ohne Chemie außentauglich. Fichte, Buche und Ahorn nur mit Holzschutz oder konstruktiv geschützt.

Härter = besser?

Nein. Härte bestimmt Abriebfestigkeit, nicht Witterungs- oder Tragfähigkeit. Bangkirai ist sehr hart, aber schwer zu bearbeiten; Fichte ist weich, aber als Bauholz ideal. Wähle nach Zweck.