Teak
Laubholz Außen geeignetTectona grandis
Teak ist das Referenzholz für den Außen- und Schiffsbau: extrem dauerhaft (Klasse 1), formstabil und durch das eigene Öl wasserabweisend. Es stammt aus den Tropen — auf FSC-Zertifizierung achten. Wegen Preis und Herkunft sind heimische Alternativen wie Robinie oder Eiche oft die nachhaltigere Wahl.
Eigenschaften & technische Daten
Teak ist mit einer Brinell-Härte von 37 N/mm² und einer Rohdichte um 660 kg/m³ ein hartes, schweres Tropenholz und das Referenzholz für den Außen- und Schiffsbau. Es enthält viel natürliches Öl und Kautschuk, die Wasser abweisen und Pilze hemmen — daraus folgt die Spitzen-Dauerhaftigkeit (Klasse 1) bei geringem Schwindverhalten. Teak ist extrem formstabil, selbst bei Dauerfeuchte.
| Botanischer Name | Tectona grandis |
|---|---|
| Holzart | Laubholz |
| Brinell-Härte | 37 N/mm² |
| Rohdichte (darrtrocken) | ≈ 660 kg/m³ |
| Druckfestigkeit ∥ Faser | ≈ 58 N/mm² |
| Biegefestigkeit | ≈ 100 N/mm² |
| Dauerhaftigkeit (DIN EN 350) | Klasse 1 — sehr dauerhaft |
| Schwindverhalten | gering |
| Außeneignung | außen geeignet |
| Farbe | goldbraun |
| Preis (Schnittholz) | €€€€ edel |
Aussehen & Maserung
Teak ist goldbraun mit dezenter, gerader Maserung und einem leichten Schimmer durch das enthaltene Öl. Im Freien vergraut die Oberfläche ohne Pflege silbrig, bleibt aber intakt. Frisches Teak kann etwas öliger und fleckiger wirken, was sich mit der Zeit ausgleicht.
Typische Verwendung
Teak ist das Premiumholz für Gartenmöbel, Bootsdecks, Außentüren und Nassbereiche. Wegen Preis und Herkunft (Tropen) wird es zunehmend durch heimische Robinie oder Eiche ersetzt — bei echtem Teak unbedingt auf FSC-Zertifizierung achten.
Bearbeitung & Vorbohren
Teak lässt sich gut bearbeiten, das enthaltene Öl stumpft Werkzeuge aber schneller ab. Vorbohren und versenken. Vor dem Verleimen oder Lackieren die Klebefläche mit Aceton entfetten, da das Öl die Haftung schwächt. Ein häufiger Fehler ist, frisches Teak sofort mit Teaköl zu behandeln — das ölhaltige Holz nimmt zusätzliches Öl kaum an, die Schicht bleibt klebrig und zieht Schmutz. Besser einige Wochen abwarten und nur bei verblasstem Ton dünn nachölen. Für Bootsdecks werden die Fugen klassisch mit dauerelastischer Masse vergossen; verschraubt wird mit Edelstahl A4, da Teak oft in Meeresnähe zum Einsatz kommt.
Pflege & Schutz
Teak braucht keinen Schutz und hält auch unbehandelt. Teaköl erhält nur den goldbraunen Ton; ohne Pflege vergraut es silbrig, bleibt aber dauerhaft. Filmbildende Lacke sind außen ungünstig. Für den seltenen Innen-Einsatz nennt der Lack-Berater Optionen.
Passende Befestigung
Ausschließlich Edelstahl A4 — Teak wird oft in Nass-/Salzwasserbereichen verbaut. Das hauteigene Öl kann Klebstoffe und Lacke schwächen; Klebeflächen vorher mit Aceton entfetten. Vorbohren und versenken.
Preis & Verfügbarkeit
Teak liegt im oberen Preissegment (€€€€) — Importweg, hohe Nachfrage und Nachhaltigkeitsauflagen. Zertifiziertes Plantagen-Teak ist die verantwortbare Variante; günstige Angebote stammen oft aus fragwürdigen Quellen.
Herkunft, Wuchs & Nachhaltigkeit
Teak (Tectona grandis) stammt aus den Monsunwäldern Süd- und Südostasiens (Myanmar, Indien, Indonesien) und wird heute überwiegend auf Plantagen angebaut. Wildbestände sind stark übernutzt; Myanmar-Teak ist mit Importbeschränkungen belegt. Nur zertifiziertes Plantagen-Teak (FSC) ist die verantwortbare Wahl — sehr günstige Angebote ohne Nachweis stammen oft aus illegalem Einschlag. Heimische Robinie oder Eiche sind nachhaltige Alternativen.
Im Vergleich zu ähnlichen Hölzern
Die nachhaltige heimische Alternative ist die Robinie: ähnlich dauerhaft, ohne Tropenholz-Import. Bangkirai ist das andere asiatische Terrassen-Tropenholz — härter und schwerer als Teak, aber weniger formstabil und ohne dessen Öl-Selbstschutz. Für viele Anwendungen reicht heimische Eiche (Klasse 2) zum Bruchteil des Preises. Im Bootsbau ist Mahagoni der klassische Partner für Aufbauten, Teak fürs Deck. Fazit: Teak ist das formstabilste, wartungsärmste Außenholz — wo Budget und Nachhaltigkeit zählen, sind Robinie oder Eiche die bessere Wahl.
Vor- & Nachteile
- Extrem dauerhaft (Klasse 1)
- Wasserabweisend durch eigenes Öl
- Sehr formstabil, schwindet kaum
- Hält auch ohne Anstrich jahrzehntelang
- Sehr teuer
- Tropenholz — Zertifikat nötig
- Öl schwächt Klebung/Lack
- Werkzeugverschleiß
Häufige Fragen
Warum ist Teak so wetterfest?
Teak enthält viel natürliches Öl und Kautschuk, die Wasser abweisen und Pilze hemmen. Das macht es auch ohne Anstrich extrem dauerhaft (Klasse 1).
Muss Teak geölt werden?
Nicht aus Schutzgründen — Teak hält auch unbehandelt. Öl erhält nur den goldbraunen Farbton; ohne Pflege vergraut die Oberfläche silbrig, bleibt aber intakt.
Gibt es nachhaltige Alternativen zu Teak?
Ja: heimische Robinie und Eiche erreichen für viele Anwendungen ähnliche Dauerhaftigkeit ohne Tropenholz-Import. Wenn Teak, dann nur mit FSC-Zertifikat.
Warum vergraut mein Teak-Möbel?
UV und Witterung bauen die Oberfläche ab — das Holz wird silbrig, ohne Schaden. Mit Teaköl lässt sich der warme Ton erhalten, erfordert aber regelmäßige Pflege.
Kann man Teak lackieren?
Schwierig — das eigene Öl stört die Haftung. Klebe-/Lackflächen mit Aceton entfetten und Spezialgrund verwenden; außen ist Öl ohnehin die bessere Wahl.
Woran erkenne ich gutes Teak?
Gleichmäßig goldbrauner Ton, gerade Maserung, hoher Kernholzanteil und ein FSC-Nachweis. Sehr günstige Angebote ohne Herkunftsnachweis sind ein Warnsignal.
Quellen: Brinell-Härte n. DIN EN 1534 · Dauerhaftigkeit n. DIN EN 350 · Rohdichte aus Literatur & Herstellerangaben. Stand 06/2026.