Mahagoni

Laubholz Außen geeignet

Swietenia macrophylla / Khaya spp.

Holzmaserung Mahagoni
Härte30 N/mm²
Witterung außenaußen geeignet
Preis€€€€ edel
Bearbeitbarkeitgut zu bearbeiten

Mahagoni ist der Inbegriff des edlen Tropenholzes: warm rötlich-braun, fein und gleichmäßig, sehr formstabil und gut zu bearbeiten. Es ist dauerhaft (Klasse 2) und seit Jahrhunderten das Holz für hochwertige Möbel, Bootsbau und Instrumente. Echtes Mahagoni (Swietenia) ist heute streng geschützt — im Handel ist meist „Khaya"-Mahagoni oder Plantagenware. Auf CITES/FSC-Nachweis achten.

Eigenschaften & technische Daten

Mahagoni ist mit einer Brinell-Härte um 30 N/mm² und einer Rohdichte um 550 kg/m³ ein mittelhartes, eher leichtes Edellaubholz. Seine herausragende Eigenschaft ist die Formstabilität: Es schwindet wenig und arbeitet kaum, weshalb es im Boots- und Möbelbau so geschätzt wird. Das Kernholz ist dauerhaft (Klasse 2) und damit auch im Außen- und Feuchtbereich einsetzbar. Echtes Mahagoni (Swietenia macrophylla) steht unter CITES-Schutz; gehandelt wird überwiegend afrikanisches Khaya-Mahagoni oder zertifizierte Plantagenware.

Steckbrief Mahagoni — technische Kerndaten. Brinell-Härte n. DIN EN 1534, Dauerhaftigkeit n. DIN EN 350, Druck-/Biegefestigkeit als Richtwerte aus Tabellenwerk/Literatur (darrtrocken).
Botanischer NameSwietenia macrophylla / Khaya spp.
HolzartLaubholz
Brinell-Härte30 N/mm²
Rohdichte (darrtrocken)≈ 550 kg/m³
Druckfestigkeit ∥ Faser≈ 45 N/mm²
Biegefestigkeit≈ 85 N/mm²
Dauerhaftigkeit (DIN EN 350)Klasse 2 — dauerhaft
Schwindverhaltengering
Außeneignungaußen geeignet
Farberötlich-braun, dunkelt nach
Preis (Schnittholz)€€€€ edel

Aussehen & Maserung

Mahagoni ist warm rötlich-braun und dunkelt unter Licht zu einem tiefen Rotbraun nach — der typische „antike" Möbelton. Die Maserung ist fein, gleichmäßig und oft dezent gestreift; gespiegelte Schnitte zeigen einen edlen Schimmer. Die ruhige, hochwertige Optik macht es zum Klassiker für repräsentative Möbel und Vertäfelungen.

Typische Verwendung

Mahagoni ist seit dem 18. Jahrhundert ein Leitholz des Möbelbaus — von antiken Kommoden bis zu modernen Designstücken. Wegen seiner Formstabilität und Dauerhaftigkeit ist es das klassische Bootsbau- und Yachtholz (Decksaufbauten, Innenausbau). Auch Instrumente (Gitarrenkörper), Innentüren, Treppen und edle Furniere bestehen aus Mahagoni.

EdelmöbelBootsbauFurnierInstrumenteInnentürenTreppen

Bearbeitung & Vorbohren

Mahagoni lässt sich hervorragend sägen, hobeln, drechseln und schnitzen und liefert sehr glatte Oberflächen — ein dankbares Holz für feine Arbeiten. Vorbohren und versenken empfiehlt sich bei Sichtverbindungen. Es nimmt Öl, Wachs und Klarlack sehr gut an, die die Tiefe der Farbe betonen. Wechseldrehwüchsige Partien können beim Hobeln ausreißen — scharfe Werkzeuge nutzen.

Pflege & Schutz

Innen wird Mahagoni geölt, gewachst oder klar lackiert; ein UV-Schutz hält den Rotton länger gleichmäßig. Im Bootsbau kommen Bootslacke und Öle zum Einsatz, die regelmäßig erneuert werden. Das dauerhafte Kernholz braucht außen keinen Schutz gegen Fäulnis, nur gegen UV-Vergrauung. Passende Produkte nennt der Lack-Berater.

Passende Befestigung

Schraube

Edelstahl A2 innen, im Boots-/Außenbereich A4. Vorbohren und versenken, besonders bei Sichtflächen. Mahagoni ist gutmütig beim Schrauben; bei wechseldrehwüchsigem Holz nicht zu nah an die Kante setzen.

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Preis & Verfügbarkeit

Mahagoni liegt im oberen Preissegment (€€€€). Echtes Swietenia-Mahagoni ist CITES-geschützt und kaum noch verfügbar; gehandelt wird afrikanisches Khaya-Mahagoni und zertifizierte Plantagenware, die günstiger, aber immer noch hochpreisig ist. Als Furnier ist Mahagoni deutlich erschwinglicher. Auf seriösen Herkunftsnachweis (CITES/FSC) achten.

Herkunft, Wuchs & Nachhaltigkeit

Echtes Mahagoni (Swietenia macrophylla) stammt aus Mittel- und Südamerika und ist durch Übernutzung CITES-geschützt — der Handel ist stark reguliert. Im Markt dominiert daher afrikanisches Khaya-„Mahagoni" und zertifizierte Plantagenware aus Asien/Mittelamerika. Nur mit CITES-/FSC-Nachweis kaufen; ohne Beleg besteht das Risiko von illegalem Einschlag und Regenwaldverlust.

Im Vergleich zu ähnlichen Hölzern

Der heimische Verwandte im Charakter ist die Kirsche (warm-rötlich, edel, innen) und der Nussbaum (dunkler). Mahagoni ist beiden in der Formstabilität und der Außentauglichkeit überlegen — daher seine Sonderrolle im Bootsbau. Für eine günstige, unproblematische Mahagoni-Optik lässt sich Erle rötlich beizen. Wer außen ein dauerhaftes Edelholz ohne CITES-Thema sucht, ist mit Eiche oder Robinie besser bedient. Fazit: Mahagoni glänzt bei formstabilen, feuchtebeanspruchten Edelarbeiten — sonst sind heimische Hölzer die nachhaltigere Wahl.

Vor- & Nachteile

Vorteile
  • Sehr formstabil, schwindet kaum
  • Dauerhaft (Klasse 2), boots-/außentauglich
  • Edle, warme Optik
  • Hervorragend zu bearbeiten
Nachteile
  • Sehr teuer
  • Echtes Mahagoni CITES-geschützt — Nachweis nötig
  • Tropenholz (Importweg)
  • Dunkelt stark nach
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Häufige Fragen

Ist Mahagoni geschützt?

Echtes Mahagoni (Swietenia macrophylla) steht unter CITES-Schutz und darf nur mit Nachweis gehandelt werden. Im Handel ist meist afrikanisches Khaya-Mahagoni oder zertifizierte Plantagenware. Auf CITES-/FSC-Beleg achten.

Ist Mahagoni für draußen geeignet?

Ja, das Kernholz ist dauerhaft (Klasse 2) und seit jeher das Holz für Bootsbau und Außenbauteile. Gegen UV-Vergrauung schützt ein Öl oder Bootslack.

Warum dunkelt Mahagoni nach?

Unter Lichteinfluss vertieft sich der Rotton zu einem dunklen Rotbraun — der typische Antik-Ton. Ein UV-Schutz im Lack bremst den Effekt, ganz vermeiden lässt er sich nicht.

Mahagoni oder Nussbaum für Möbel?

Mahagoni ist rötlich, formstabiler und außentauglich, Nussbaum dunkler-braun und ebenfalls edel. Für Boote und Feuchtbereiche ist Mahagoni besser, für dunkle Innenmöbel ist es Geschmackssache.

Was ist Khaya-Mahagoni?

Khaya ist afrikanisches „Mahagoni" — botanisch eine eigene Gattung, optisch und in der Verarbeitung dem echten Mahagoni sehr ähnlich und der heute übliche Handelsersatz.

Lässt sich Mahagoni gut bearbeiten?

Ja, sehr gut — es sägt, hobelt und schnitzt sich sauber und nimmt Öl und Lack hervorragend an. Nur wechseldrehwüchsige Partien können ausreißen; dort mit scharfem Werkzeug arbeiten.

Quellen: Brinell-Härte n. DIN EN 1534 · Dauerhaftigkeit n. DIN EN 350 · Rohdichte aus Literatur & Herstellerangaben. Stand 06/2026.