M3 Kernloch: Bohrer 2,5 mm

Das Kernloch für M3 beträgt 2,5 mm (metrisches Regelgewinde, Gewindeschneiden). Die Rechnung: Außendurchmesser 3 mm minus Steigung 0,5 mm = 2,5 mm, gerundet auf den gängigen Bohrer.

Kernloch M3 nach Verfahren und Steigung
GewindeVerfahrenBohrer
M3 (Regelgewinde, 0,5 mm)Gewindeschneiden2,5 mm
M3×0,35 (Feingewinde)Gewindeschneiden2,65 mm
Durchgangsloch (mittel)nur durchstecken3,4 mm

Kernloch nach der Regel Außendurchmesser minus Steigung, Durchgangsloch nach DIN EN 20273. Vorbohrmaße für Gewindeformer stehen in den Herstellertabellen, sie hängen vom Werkzeug ab.

Wofür das M3-Kernloch gebraucht wird

M3 steckt in Gerätegehäusen, Abstandshaltern für Platinen, Modellbau und kleinen Beschlägen. Das Kernloch ist mit 2,5 mm so klein, dass man es fast nur mit einem Standbohrer oder sehr ruhiger Hand sauber trifft.

Typischer Fehler bei M3

Der häufigste Fehler bei M3 ist ein abgebrochener Gewindebohrer. Er ist so dünn, dass schon leichtes Verkanten reicht, und der abgebrochene Stahl sitzt dann hart im Loch. Bohre das Kernloch deshalb exakt auf 2,5 mm und setze den Gewindebohrer gerade und ohne Kraft an.

So bohrst und schneidest du das Kernloch

  1. Anreißen und körnen: Den Mittelpunkt mit dem Körner markieren, damit der Bohrer nicht verläuft.
  2. Bohren: Mit einem 2,5-mm-Bohrer senkrecht bohren, bei Stahl mit Schneidöl und mäßiger Drehzahl.
  3. Ansenken: Das Loch beidseitig mit einem Kegelsenker leicht anfasen. Das erleichtert den Anschnitt und schützt den Gewindebohrer.
  4. Gewinde schneiden: Gewindebohrer gerade ansetzen, ein bis zwei Umdrehungen vor, eine halbe zurück, damit die Späne brechen. Bei hartem Werkstoff den Dreiersatz aus Vor-, Mittel- und Fertigschneider nutzen.
  5. Reinigen und prüfen: Späne ausblasen und mit einer passenden Schraube kontrollieren, ob sie leichtgängig bis zum Anschlag läuft.

In dünnem Blech trägt ein M3-Gewinde kaum. Dort sind Einnietmuttern oder Blechschrauben die bessere Lösung als ein selbst geschnittenes Gewinde.

Sackloch oder Durchgangsbohrung?

Bei einer Durchgangsbohrung läuft der Gewindebohrer durch das Werkstück hindurch. Bei einem Sackloch muss das Kernloch tiefer sein als die nutzbare Gewindetiefe, weil der Gewindebohrer vorn einen Anschnitt hat, der nicht voll trägt: je nach Form etwa zwei bis fünf Gänge. Plane die Bohrtiefe deshalb mit Reserve und räume die Späne aus dem Lochgrund, bevor die Schraube eingedreht wird.

Kernloch aller Gewindegrößen

Kernloch für metrische Regelgewinde
GewindeSteigungKernlochDurchgangsloch
M3 0,5 mm2,5 mm3,4 mm
M4 0,7 mm3,3 mm4,5 mm
M5 0,8 mm4,2 mm5,5 mm
M6 1 mm5 mm6,6 mm
M8 1,25 mm6,8 mm9 mm
M10 1,5 mm8,5 mm11 mm
M12 1,75 mm10,2 mm13,5 mm
M14 2 mm12 mm15,5 mm
M16 2 mm14 mm17,5 mm
M18 2,5 mm15,5 mm20 mm
M20 2,5 mm17,5 mm22 mm

Alle Maße zu M3 (Steigung, Schlüsselweite, Drehmoment) stehen auf der Seite M3 Gewinde. Den passenden Bohrer für Dübel findest du im Bohrer-Dübel-Schrauben-Matcher, das richtige Anzugsmoment im Anzugsdrehmoment-Rechner. Die komplette Übersicht steht in der Gewinde-Tabelle.

Häufige Fragen zum Kernloch M3

Welcher Bohrer für M3-Gewinde?

Für ein M3-Regelgewinde, das mit dem Gewindebohrer geschnitten wird, brauchst du einen 2,5-mm-Bohrer. Das ergibt sich aus Außendurchmesser 3 mm minus Steigung 0,5 mm.

Welches Kernloch hat M3 als Feingewinde?

Beim Feingewinde gilt dieselbe Regel mit der kleineren Steigung: M3×0,35 = 2,65 mm. Das Feingewinde braucht also ein größeres Kernloch als das Regelgewinde.

Was ist der Unterschied zwischen Kernloch und Durchgangsloch?

Das Kernloch ist kleiner als das Gewinde, weil der Gewindebohrer das Material dazwischen zum Schneiden braucht. Das Durchgangsloch ist größer, weil die M3-Schraube nur hindurchgesteckt wird und in einem Gegenstück greift. Für M3 liegt es in der mittleren Reihe bei 3,4 mm.

Was passiert, wenn das Kernloch zu groß oder zu klein ist?

Ist das Kernloch zu groß, bleibt zu wenig Material für das Gewinde, es trägt weniger und reißt unter Last aus. Ist es zu klein, wird das Schneiden schwer, und der Gewindebohrer kann abbrechen.