M20 Kernloch: Bohrer 17,5 mm

Das Kernloch für M20 beträgt 17,5 mm (metrisches Regelgewinde, Gewindeschneiden). Die Rechnung: Außendurchmesser 20 mm minus Steigung 2,5 mm = 17,5 mm, gerundet auf den gängigen Bohrer.

Kernloch M20 nach Verfahren und Steigung
GewindeVerfahrenBohrer
M20 (Regelgewinde, 2,5 mm)Gewindeschneiden17,5 mm
M20×2 (Feingewinde)Gewindeschneiden18 mm
M20×1,5 (Feingewinde)Gewindeschneiden18,5 mm
M20×1 (Feingewinde)Gewindeschneiden19 mm
Durchgangsloch (mittel)nur durchstecken22 mm

Kernloch nach der Regel Außendurchmesser minus Steigung, Durchgangsloch nach DIN EN 20273. Vorbohrmaße für Gewindeformer stehen in den Herstellertabellen, sie hängen vom Werkzeug ab.

Wofür das M20-Kernloch gebraucht wird

M20 steht für große Stahlbau-Verbindungen, Hebezeuge und Fundamentanker. Das Kernloch von 17,5 mm entsteht in der Praxis fast immer mit einer Bohrmaschine und einem vorgebohrten kleineren Loch.

Typischer Fehler bei M20

Häufig wird mit 17 oder 18 mm gebohrt. 17 mm macht das Schneiden schwer, 18 mm lässt das Gewinde zu flach. Wer nur einen 17er und 18er hat, bohrt besser mit 17 vor und weitet vorsichtig auf.

So bohrst und schneidest du das Kernloch

  1. Anreißen und körnen: Den Mittelpunkt mit dem Körner markieren, damit der Bohrer nicht verläuft.
  2. Bohren: Mit einem 17,5-mm-Bohrer senkrecht bohren, bei Stahl mit Schneidöl und mäßiger Drehzahl.
  3. Ansenken: Das Loch beidseitig mit einem Kegelsenker leicht anfasen. Das erleichtert den Anschnitt und schützt den Gewindebohrer.
  4. Gewinde schneiden: Gewindebohrer gerade ansetzen, ein bis zwei Umdrehungen vor, eine halbe zurück, damit die Späne brechen. Bei hartem Werkstoff den Dreiersatz aus Vor-, Mittel- und Fertigschneider nutzen.
  5. Reinigen und prüfen: Späne ausblasen und mit einer passenden Schraube kontrollieren, ob sie leichtgängig bis zum Anschlag läuft.

Bei M20 ist Handschneiden mühsam. Maschinengewindebohrer in einer Ständerbohrmaschine mit Schneidöl sind die bessere Wahl.

Sackloch oder Durchgangsbohrung?

Bei einer Durchgangsbohrung läuft der Gewindebohrer durch das Werkstück hindurch. Bei einem Sackloch muss das Kernloch tiefer sein als die nutzbare Gewindetiefe, weil der Gewindebohrer vorn einen Anschnitt hat, der nicht voll trägt: je nach Form etwa zwei bis fünf Gänge. Plane die Bohrtiefe deshalb mit Reserve und räume die Späne aus dem Lochgrund, bevor die Schraube eingedreht wird.

Kernloch aller Gewindegrößen

Kernloch für metrische Regelgewinde
GewindeSteigungKernlochDurchgangsloch
M3 0,5 mm2,5 mm3,4 mm
M4 0,7 mm3,3 mm4,5 mm
M5 0,8 mm4,2 mm5,5 mm
M6 1 mm5 mm6,6 mm
M8 1,25 mm6,8 mm9 mm
M10 1,5 mm8,5 mm11 mm
M12 1,75 mm10,2 mm13,5 mm
M14 2 mm12 mm15,5 mm
M16 2 mm14 mm17,5 mm
M18 2,5 mm15,5 mm20 mm
M20 2,5 mm17,5 mm22 mm

Alle Maße zu M20 (Steigung, Schlüsselweite, Drehmoment) stehen auf der Seite M20 Gewinde. Den passenden Bohrer für Dübel findest du im Bohrer-Dübel-Schrauben-Matcher, das richtige Anzugsmoment im Anzugsdrehmoment-Rechner. Die komplette Übersicht steht in der Gewinde-Tabelle.

Häufige Fragen zum Kernloch M20

Welcher Bohrer für M20-Gewinde?

Für ein M20-Regelgewinde, das mit dem Gewindebohrer geschnitten wird, brauchst du einen 17,5-mm-Bohrer. Das ergibt sich aus Außendurchmesser 20 mm minus Steigung 2,5 mm.

Welches Kernloch hat M20 als Feingewinde?

Beim Feingewinde gilt dieselbe Regel mit der kleineren Steigung: M20×2 = 18 mm, M20×1,5 = 18,5 mm, M20×1 = 19 mm. Das Feingewinde braucht also ein größeres Kernloch als das Regelgewinde.

Was ist der Unterschied zwischen Kernloch und Durchgangsloch?

Das Kernloch ist kleiner als das Gewinde, weil der Gewindebohrer das Material dazwischen zum Schneiden braucht. Das Durchgangsloch ist größer, weil die M20-Schraube nur hindurchgesteckt wird und in einem Gegenstück greift. Für M20 liegt es in der mittleren Reihe bei 22 mm.

Was passiert, wenn das Kernloch zu groß oder zu klein ist?

Ist das Kernloch zu groß, bleibt zu wenig Material für das Gewinde, es trägt weniger und reißt unter Last aus. Ist es zu klein, wird das Schneiden schwer, und der Gewindebohrer kann abbrechen.