M18 Kernloch: Bohrer 15,5 mm
Das Kernloch für M18 beträgt 15,5 mm (metrisches Regelgewinde, Gewindeschneiden). Die Rechnung: Außendurchmesser 18 mm minus Steigung 2,5 mm = 15,5 mm, gerundet auf den gängigen Bohrer.
| Gewinde | Verfahren | Bohrer |
|---|---|---|
| M18 (Regelgewinde, 2,5 mm) | Gewindeschneiden | 15,5 mm |
| M18×2 (Feingewinde) | Gewindeschneiden | 16 mm |
| M18×1,5 (Feingewinde) | Gewindeschneiden | 16,5 mm |
| M18×1 (Feingewinde) | Gewindeschneiden | 17 mm |
| Durchgangsloch (mittel) | nur durchstecken | 20 mm |
Kernloch nach der Regel Außendurchmesser minus Steigung, Durchgangsloch nach DIN EN 20273. Vorbohrmaße für Gewindeformer stehen in den Herstellertabellen, sie hängen vom Werkzeug ab.
Wofür das M18-Kernloch gebraucht wird
M18 ist eine Zwischengröße, die man seltener sieht: an einzelnen Fahrzeug- und Maschinenteilen und als Ersatz, wenn M16 zu schwach und M20 zu groß ist. Das Kernloch von 15,5 mm gehört zu keinem klassischen Bohrersatz.
Typischer Fehler bei M18
Mangels 15,5er wird mit 15 oder 16 mm gebohrt. Das erste macht das Schneiden zäh, das zweite schwächt das Gewinde. Besser einen passenden Bohrer besorgen oder die Bohrung in zwei Stufen herstellen.
So bohrst und schneidest du das Kernloch
- Anreißen und körnen: Den Mittelpunkt mit dem Körner markieren, damit der Bohrer nicht verläuft.
- Bohren: Mit einem 15,5-mm-Bohrer senkrecht bohren, bei Stahl mit Schneidöl und mäßiger Drehzahl.
- Ansenken: Das Loch beidseitig mit einem Kegelsenker leicht anfasen. Das erleichtert den Anschnitt und schützt den Gewindebohrer.
- Gewinde schneiden: Gewindebohrer gerade ansetzen, ein bis zwei Umdrehungen vor, eine halbe zurück, damit die Späne brechen. Bei hartem Werkstoff den Dreiersatz aus Vor-, Mittel- und Fertigschneider nutzen.
- Reinigen und prüfen: Späne ausblasen und mit einer passenden Schraube kontrollieren, ob sie leichtgängig bis zum Anschlag läuft.
M18 ist teuer in der Beschaffung, weil Gewindebohrer und Schrauben selten im Regal liegen. Prüfe, ob M16 oder M20 die Aufgabe ebenso erfüllt.
Sackloch oder Durchgangsbohrung?
Bei einer Durchgangsbohrung läuft der Gewindebohrer durch das Werkstück hindurch. Bei einem Sackloch muss das Kernloch tiefer sein als die nutzbare Gewindetiefe, weil der Gewindebohrer vorn einen Anschnitt hat, der nicht voll trägt: je nach Form etwa zwei bis fünf Gänge. Plane die Bohrtiefe deshalb mit Reserve und räume die Späne aus dem Lochgrund, bevor die Schraube eingedreht wird.
Kernloch aller Gewindegrößen
| Gewinde | Steigung | Kernloch | Durchgangsloch |
|---|---|---|---|
| M3 | 0,5 mm | 2,5 mm | 3,4 mm |
| M4 | 0,7 mm | 3,3 mm | 4,5 mm |
| M5 | 0,8 mm | 4,2 mm | 5,5 mm |
| M6 | 1 mm | 5 mm | 6,6 mm |
| M8 | 1,25 mm | 6,8 mm | 9 mm |
| M10 | 1,5 mm | 8,5 mm | 11 mm |
| M12 | 1,75 mm | 10,2 mm | 13,5 mm |
| M14 | 2 mm | 12 mm | 15,5 mm |
| M16 | 2 mm | 14 mm | 17,5 mm |
| M18 | 2,5 mm | 15,5 mm | 20 mm |
| M20 | 2,5 mm | 17,5 mm | 22 mm |
Alle Maße zu M18 (Steigung, Schlüsselweite, Drehmoment) stehen auf der Seite M18 Gewinde. Den passenden Bohrer für Dübel findest du im Bohrer-Dübel-Schrauben-Matcher, das richtige Anzugsmoment im Anzugsdrehmoment-Rechner. Die komplette Übersicht steht in der Gewinde-Tabelle.
Häufige Fragen zum Kernloch M18
Welcher Bohrer für M18-Gewinde?
Für ein M18-Regelgewinde, das mit dem Gewindebohrer geschnitten wird, brauchst du einen 15,5-mm-Bohrer. Das ergibt sich aus Außendurchmesser 18 mm minus Steigung 2,5 mm.
Welches Kernloch hat M18 als Feingewinde?
Beim Feingewinde gilt dieselbe Regel mit der kleineren Steigung: M18×2 = 16 mm, M18×1,5 = 16,5 mm, M18×1 = 17 mm. Das Feingewinde braucht also ein größeres Kernloch als das Regelgewinde.
Was ist der Unterschied zwischen Kernloch und Durchgangsloch?
Das Kernloch ist kleiner als das Gewinde, weil der Gewindebohrer das Material dazwischen zum Schneiden braucht. Das Durchgangsloch ist größer, weil die M18-Schraube nur hindurchgesteckt wird und in einem Gegenstück greift. Für M18 liegt es in der mittleren Reihe bei 20 mm.
Was passiert, wenn das Kernloch zu groß oder zu klein ist?
Ist das Kernloch zu groß, bleibt zu wenig Material für das Gewinde, es trägt weniger und reißt unter Last aus. Ist es zu klein, wird das Schneiden schwer, und der Gewindebohrer kann abbrechen.