M14 Kernloch: Bohrer 12 mm
Das Kernloch für M14 beträgt 12 mm (metrisches Regelgewinde, Gewindeschneiden). Die Rechnung: Außendurchmesser 14 mm minus Steigung 2 mm = 12 mm, gerundet auf den gängigen Bohrer.
| Gewinde | Verfahren | Bohrer |
|---|---|---|
| M14 (Regelgewinde, 2 mm) | Gewindeschneiden | 12 mm |
| M14×1,5 (Feingewinde) | Gewindeschneiden | 12,5 mm |
| M14×1,25 (Feingewinde) | Gewindeschneiden | 12,75 mm |
| Durchgangsloch (mittel) | nur durchstecken | 15,5 mm |
Kernloch nach der Regel Außendurchmesser minus Steigung, Durchgangsloch nach DIN EN 20273. Vorbohrmaße für Gewindeformer stehen in den Herstellertabellen, sie hängen vom Werkzeug ab.
Wofür das M14-Kernloch gebraucht wird
M14 trifft man bei Radschrauben (M14×1,5), im Fahrzeug- und Maschinenbau und an Ankerschrauben. Das Kernloch von 12,0 mm ist ein runder Wert und lässt sich mit jedem Standard-Bohrer herstellen.
Typischer Fehler bei M14
Auch hier der Klassiker: Regelgewinde mit 2,0 mm Steigung und Feingewinde mit 1,5 mm Steigung. Das Feingewinde braucht 12,5 mm Kernloch. Bei Radschrauben und Fahrwerksteilen ist das Feingewinde der Normalfall.
So bohrst und schneidest du das Kernloch
- Anreißen und körnen: Den Mittelpunkt mit dem Körner markieren, damit der Bohrer nicht verläuft.
- Bohren: Mit einem 12-mm-Bohrer senkrecht bohren, bei Stahl mit Schneidöl und mäßiger Drehzahl.
- Ansenken: Das Loch beidseitig mit einem Kegelsenker leicht anfasen. Das erleichtert den Anschnitt und schützt den Gewindebohrer.
- Gewinde schneiden: Gewindebohrer gerade ansetzen, ein bis zwei Umdrehungen vor, eine halbe zurück, damit die Späne brechen. Bei hartem Werkstoff den Dreiersatz aus Vor-, Mittel- und Fertigschneider nutzen.
- Reinigen und prüfen: Späne ausblasen und mit einer passenden Schraube kontrollieren, ob sie leichtgängig bis zum Anschlag läuft.
Wegen der Größe lohnt sich bei M14 ein Gewindebohrer mit Knarre oder Windeisen. Dabei immer wieder zurückdrehen, damit Späne brechen.
Sackloch oder Durchgangsbohrung?
Bei einer Durchgangsbohrung läuft der Gewindebohrer durch das Werkstück hindurch. Bei einem Sackloch muss das Kernloch tiefer sein als die nutzbare Gewindetiefe, weil der Gewindebohrer vorn einen Anschnitt hat, der nicht voll trägt: je nach Form etwa zwei bis fünf Gänge. Plane die Bohrtiefe deshalb mit Reserve und räume die Späne aus dem Lochgrund, bevor die Schraube eingedreht wird.
Kernloch aller Gewindegrößen
| Gewinde | Steigung | Kernloch | Durchgangsloch |
|---|---|---|---|
| M3 | 0,5 mm | 2,5 mm | 3,4 mm |
| M4 | 0,7 mm | 3,3 mm | 4,5 mm |
| M5 | 0,8 mm | 4,2 mm | 5,5 mm |
| M6 | 1 mm | 5 mm | 6,6 mm |
| M8 | 1,25 mm | 6,8 mm | 9 mm |
| M10 | 1,5 mm | 8,5 mm | 11 mm |
| M12 | 1,75 mm | 10,2 mm | 13,5 mm |
| M14 | 2 mm | 12 mm | 15,5 mm |
| M16 | 2 mm | 14 mm | 17,5 mm |
| M18 | 2,5 mm | 15,5 mm | 20 mm |
| M20 | 2,5 mm | 17,5 mm | 22 mm |
Alle Maße zu M14 (Steigung, Schlüsselweite, Drehmoment) stehen auf der Seite M14 Gewinde. Den passenden Bohrer für Dübel findest du im Bohrer-Dübel-Schrauben-Matcher, das richtige Anzugsmoment im Anzugsdrehmoment-Rechner. Die komplette Übersicht steht in der Gewinde-Tabelle.
Häufige Fragen zum Kernloch M14
Welcher Bohrer für M14-Gewinde?
Für ein M14-Regelgewinde, das mit dem Gewindebohrer geschnitten wird, brauchst du einen 12-mm-Bohrer. Das ergibt sich aus Außendurchmesser 14 mm minus Steigung 2 mm.
Welches Kernloch hat M14 als Feingewinde?
Beim Feingewinde gilt dieselbe Regel mit der kleineren Steigung: M14×1,5 = 12,5 mm, M14×1,25 = 12,75 mm. Das Feingewinde braucht also ein größeres Kernloch als das Regelgewinde.
Was ist der Unterschied zwischen Kernloch und Durchgangsloch?
Das Kernloch ist kleiner als das Gewinde, weil der Gewindebohrer das Material dazwischen zum Schneiden braucht. Das Durchgangsloch ist größer, weil die M14-Schraube nur hindurchgesteckt wird und in einem Gegenstück greift. Für M14 liegt es in der mittleren Reihe bei 15,5 mm.
Was passiert, wenn das Kernloch zu groß oder zu klein ist?
Ist das Kernloch zu groß, bleibt zu wenig Material für das Gewinde, es trägt weniger und reißt unter Last aus. Ist es zu klein, wird das Schneiden schwer, und der Gewindebohrer kann abbrechen.