Innensechskant — Inbus/Imbus-Antrieb

Der Innensechskant überträgt hohe Kräfte bei flachem Kopf. Wo er sitzt und welche Schlüsselgrößen es gibt.

Innensechskant (Inbus) — Detailaufnahme
Kurzüberblick Innensechskant (Inbus) · Orientierungswerte, maßgeblich sind die Herstellerangaben.
Formsechseckige Vertiefung
WerkzeugInbusschlüssel / Bit (mm)
Stärkehohe Kraft, flacher Kopf
EinsatzMöbel, Maschinen, Fahrrad

Was ist der Innensechskant?

Der Innensechskant — bekannt unter den Markennamen Inbus und Imbus — ist eine sechseckige Vertiefung im Schraubenkopf. Sie wird mit einem Sechskant-(Inbus-)Schlüssel oder -Bit angetrieben. Der Antrieb überträgt hohe Kräfte, kommt mit einem flachen Kopf aus und sieht sauber aus — deshalb sitzt er an Möbel-, Maschinen-, Fahrrad- und Sichtschrauben.

Schlüsselgrößen

Die Größe wird über die Schlüsselweite in Millimetern angegeben (die Breite der Sechskant-Vertiefung). Möbel nutzen oft 3–6 mm; ein Satz von 1,5 bis 10 mm deckt fast alles ab. Die Zuordnung zu gängigen Gewinden (M4 → 3 mm, M6 → 5 mm, M8 → 6 mm …) steht in der Werkzeug-Größentabelle.

Inbus oder Torx?

Beide übertragen hohe Kräfte. Torx greift formschlüssiger und rutscht noch seltener ab; der Innensechskant ist dafür extrem verbreitet (Möbel-Beschläge, Maschinenbau) und braucht nur einfache Sechskant-Schlüssel. Bei abgenutzten Inbus-Köpfen hilft oft ein leicht größerer Torx-Bit, der sich verkeilt.

Abgenutzte Inbus-Köpfe

Rundgedrehte Innensechskant-Köpfe sind häufig — meist durch ein zu kleines oder abgenutztes Werkzeug. Erste Hilfe: einen leicht größeren Torx-Bit einschlagen, der sich im runden Loch verkeilt und so noch greift. Bei Maden-/Gewindestiften hilft oft ein kurzer Schlag auf den Schlüssel, um festsitzende Schrauben zu lösen. Vorbeugen: immer die exakt passende Schlüsselweite verwenden (kein zölliger Schlüssel in metrischer Schraube — er sitzt minimal zu locker) und das Werkzeug ganz einstecken.

Im Werkzeug gibt es den Innensechskant in mehreren Formen: als klassischen Winkelschlüssel (oft mit Kugelkopf am langen Ende, der ein leicht schräges Ansetzen erlaubt), als Bit für den Akkuschrauber und als T-Griff für höhere Drehmomente. Der Kugelkopf ist bequem, überträgt aber weniger Kraft und nudelt feste Schrauben eher aus — zum endgültigen Festziehen oder Lösen das gerade Ende verwenden. Bei sehr festen oder verklebten Schrauben (Schraubensicherung) hilft Erwärmen, um den Klebstoff zu lösen. Ein gepflegter, gratfreier Schlüssel ist Pflicht; abgerundete Werkzeugenden sind die häufigste Ursache für ruinierte Innensechskant-Köpfe.

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Häufige Fragen

Ist Inbus dasselbe wie Imbus?

Ja — beides sind eingedeutschte Markennamen für den Innensechskant-Antrieb. Korrekt heißt er Innensechskant; „Inbus" ist die bekannteste Bezeichnung.

Wie wird die Inbus-Größe angegeben?

Über die Schlüsselweite in Millimetern, also die Breite der sechseckigen Vertiefung — z. B. „4 mm Inbus". Sie entspricht der Größe des Sechskantschlüssels.

Innensechskant oder Torx — was hält mehr?

Beide übertragen hohe Kräfte; Torx greift etwas formschlüssiger und rutscht seltener ab. Der Innensechskant ist dafür universell verbreitet und kommt mit einfachen Schlüsseln aus.

Orientierungswerte · maßgeblich sind Norm- und Herstellerangaben · bei tragenden/sicherheitsrelevanten Befestigungen Fachbetrieb oder Statiker hinzuziehen.