Schrauben-Kopfformen — Senkkopf, Linsenkopf & Co.
Senkkopf, Linsen-, Pan- und Sechskantkopf: Welche Kopfform wann passt und warum das Versenken wichtig ist.

| Senkkopf | versinkt bündig in der Oberfläche |
|---|---|
| Linsen-/Pankopf | liegt flach auf, dekorativ |
| Sechskantkopf | für Schlüssel, hohe Kraft |
| Auswahl | nach Optik + Belastung |
Die wichtigsten Kopfformen
Die Kopfform bestimmt, wie die Schraube auf der Oberfläche aufliegt. Der Senkkopf ist kegelförmig und versinkt bündig im Material — die Standardform für Holzschrauben, wo nichts überstehen soll. Der Linsen-/Pankopf liegt flach und leicht gewölbt auf, ist dekorativ und verteilt die Kraft auf der Oberfläche. Der Halbrund-/Flachrundkopf (z. B. Schlossschraube) ist robust und sicher. Der Sechskantkopf wird mit Schlüssel oder Nuss angezogen und überträgt sehr hohe Kräfte.
Wann welche Kopfform?
Senkkopf, wenn die Schraube bündig oder überstreichbar sein soll (Holzbau, Möbel, Beschläge). Linsen-/Pankopf, wenn die Schraube aufliegen darf oder dünne Bauteile/Beschläge geklemmt werden. Sechskant-/Schlossschraube für hohe Lasten und Konstruktion. Bei dünnem Blech oder Kunststoff einen größeren Kopf wählen, damit er nicht durchzieht.
Richtig ansenken
Damit der Senkkopf bündig sitzt, in Hartholz und Plattenwerkstoffen ansenken — mit einem Senker oder einem Bohrer-Senker-Kombi. Sonst hebt der Kopf das Holz an oder reißt die Oberfläche. In weichem Holz zieht sich der Senkkopf oft von selbst ein; bei Sichtflächen trotzdem ansenken für ein sauberes Ergebnis.
Material schützen: Unterlegscheiben & Co.
Bei Linsen-, Pan- und Sechskantköpfen liegt der Kopf auf der Oberfläche auf — eine Unterlegscheibe verteilt die Kraft, schützt weiches Holz oder Kunststoff vor dem Eindrücken und verhindert, dass der Kopf bei dünnem Material durchzieht. Für Sichtflächen gibt es passende Abdeckkappen. Senkköpfe brauchen keine Scheibe, aber in Hartholz einen sauberen Senker, damit sie bündig sitzen, ohne das Holz aufzuwölben. Bei stark belasteten Verbindungen breite Köpfe (Tellerkopf) oder Karosseriescheiben verwenden.
Eine Sonderrolle spielt der Tellerkopf moderner Konstruktionsschrauben: Er ist breit und flach und versenkt sich dank Frässtegen selbst in Weichholz, ohne dass eine Unterlegscheibe oder ein separater Senker nötig ist — ideal für Terrassen-Unterkonstruktionen und Holzbau. Beim Senkkopf ist der Senkwinkel zu beachten: Holzschrauben haben meist 90°, viele Metall- und Maschinenschrauben einen anderen Winkel; passt der Senker nicht zum Kopf, sitzt die Schraube nicht sauber bündig. Für Sichtflächen aus Hartholz lohnt ein zweistufiger Bohrer-Senker, der Vorbohrloch und Senkung in einem Arbeitsgang erzeugt und so ein gleichmäßiges, professionelles Erscheinungsbild sichert.
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Häufige Fragen
Was ist ein Senkkopf?
Ein kegelförmiger Schraubenkopf, der bündig in der Oberfläche versinkt. Die Standardform für Holzschrauben, wenn nichts überstehen soll. In Hartholz dafür ansenken.
Wann nehme ich Linsenkopf statt Senkkopf?
Wenn die Schraube aufliegen darf oder ein dünnes Bauteil/Beschlag geklemmt wird. Der Linsen-/Pankopf verteilt die Kraft auf der Oberfläche und wirkt dekorativ.
Wie senke ich richtig an?
Mit einem Senker oder Bohrer-Senker-Kombi eine kegelige Vertiefung bohren, bis der Kopf bündig sitzt. In Hartholz und Platten ist das nötig, in Weichholz zieht sich der Senkkopf oft selbst ein.
Orientierungswerte · maßgeblich sind Norm- und Herstellerangaben · bei tragenden/sicherheitsrelevanten Befestigungen Fachbetrieb oder Statiker hinzuziehen.