14er Dübel — welcher Bohrer?

Für einen 14-mm-Dübel brauchst du einen 14 mm-Bohrer, eine Schraube mit 10–12 mm Durchmesser und ein Loch von mindestens 75 mm Tiefe. Die Tragfähigkeit liegt bei sehr schwer.

14-mm-Dübel — die Eckdaten
Bohrerdurchmesser14 mm
Passende Schraube10–12 mm
Bohrtiefe (mindestens)75 mm
Tragfähigkeitsehr schwer
Typische AnwendungSchwerlast — besser zugelassenen Stahlanker prüfen

Wofür der 14er gebraucht wird

Der 14er ist die Ausnahme, nicht die Regel. Er kommt an Stahlbauteilen, Hallentoren und Fundamentanschlüssen vor, meist als Teil eines Ankersystems und nicht als einzelner Nylondübel aus dem Baumarkt.

Der klassische Irrtum ist, Tragfähigkeit allein über den Durchmesser zu denken. Ein 14-mm-Kunststoffdübel trägt weniger als ein 10-mm-Metallanker — das Material und die Verankerungstiefe entscheiden, nicht die Zahl auf der Packung.

Wann die Nachbargröße besser ist
In dieser Klasse ist die richtige Frage nicht die Größe, sondern das System: Verbundanker, Bolzenanker oder Betonschraube.

Typische Längen beim 14er

Den 14er gibt es als Kunststoffdübel mit 14 × 70 mm, aber das ist die Ausnahme. Meist handelt es sich um Anker aus Stahl, deren Länge über das System festgelegt ist und die der Hersteller mit einer genauen Verankerungstiefe angibt.

Beispielrechnung: Bohrloch und Schraube für den 14er

Eine Fußplatte von 15 mm Dicke wird auf Beton gesetzt. Bohrloch 14 mm, mindestens 75 mm tief, Schraube 12 × 90 mm: 70 mm Dübel plus 15 mm Platte ergeben 85 mm, aufgerundet 90 mm. Für Metallanker gelten stattdessen die Setztiefe und das Anzugsmoment aus der Zulassung.

Als Regel gilt: Schraubenlänge gleich Dübellänge plus Dicke des Anbauteils plus Putz, dazu die Bohrtiefe 5 bis 10 mm größer als der Dübel, damit Bohrmehl Platz hat.

Untergrund beim 14-mm-Dübel

In dieser Klasse zählt der Untergrund noch mehr als bei kleineren Größen: gerissener oder ungerissener Beton, Betonfestigkeit, Randabstand. Für Dübel in gerissenem Beton braucht es eigens dafür zugelassene Anker, ein normaler Kunststoffdübel ist dort nicht erlaubt.

Welcher Dübel zu welcher Wand und welcher Last passt, ermittelt der Bohrer-Dübel-Matcher Schritt für Schritt.

14 mm im Vergleich zu den Nachbargrößen

Dübel, Bohrer, Schraube, Bohrtiefe und Last im Nachbarvergleich
DübelBohrerSchraubeBohrtiefeLast
12 mm 12 mm 8,0–10 mm 70 mm schwer
14 mm 14 mm 10–12 mm 75 mm sehr schwer

Bohrer und Dübel haben dieselbe Zahl, weil die Größe der Außendurchmesser ist. Ein größeres Loch nimmt dem Dübel den Halt. Die Bauarten im Einzelnen stehen in der Dübel-Übersicht.

Bauarten in 14 mm

Die Größe sagt nichts über die Bauart. Denselben 14-mm-Durchmesser gibt es als ganz unterschiedliche Dübeltypen, und welcher passt, entscheidet der Untergrund:

Weitere Größen

5 mm 6 mm 8 mm 10 mm 12 mm 14 mm

Häufige Fragen zum 14er Dübel

Welcher Bohrer für 14er Dübel?

Ein 14-mm-Dübel braucht einen 14 mm-Bohrer. Der Bohrer hat also denselben Durchmesser wie der Dübel — größer bohren hält nicht, kleiner bohren geht nicht hinein.

Welche Schraube passt in einen 14-mm-Dübel?

Passend sind Schrauben mit 10–12 mm Durchmesser. Die Schraube muss den Dübel spreizen, ohne ihn zu sprengen; zu dünn greift sie nicht, zu dick reißt der Dübel.

Wie tief muss das Loch für einen 14-mm-Dübel sein?

Mindestens 75 mm. Rechne etwas Zugabe für Bohrmehl dazu, sonst sitzt der Dübel nicht bündig.

Was hält ein 14-mm-Dübel aus?

Die Tragfähigkeit liegt im Bereich sehr schwer — aber nur im tragfähigen Untergrund. In Gipskarton oder Hohlziegel gelten ganz andere Werte, dort braucht es Spezialdübel.

Ist ein 14er noch ein normaler Dübel?

Selten. Der Durchmesser 14 mm taucht meist bei Ankersystemen aus Stahl auf, die statisch nachgewiesen werden. Ein einfacher Nylondübel in dieser Größe ist die Ausnahme.

Was nehme ich statt eines 14er-Nylondübels?

Je nach Aufgabe einen Bolzenanker, eine Betonschraube oder einen Verbundanker. Welcher passt, hängt vom Untergrund und von der Lastrichtung ab.