In Beton bohren — Schritt für Schritt

Mit dem richtigen Werkzeug und Bohrer gelingt das Loch in Beton sauber. Anleitung inklusive Bewehrung, Schlagfunktion und Dübelwahl.

Schwierigkeit: mittel Dauer: ca. 10 Min. pro Loch

Beton ist hart, aber mit dem richtigen Werkzeug gut zu bohren. Entscheidend sind ein Steinbohrer mit Hartmetallspitze und eine Schlagfunktion. So bohrst du ein sauberes Loch — und vermeidest die typischen Fehler.

Schritt für Schritt

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    Werkzeug wählen

    Für gelegentliche Löcher reicht eine Schlagbohrmaschine mit Steinbohrer. Für häufiges Bohren oder sehr harten Beton ist ein Bohrhammer (SDS-Plus) deutlich effektiver — er schlägt pneumatisch statt mechanisch. In jedem Fall einen Steinbohrer mit Hartmetallschneide verwenden, keinen Holz- oder Metallbohrer.

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    Position anzeichnen und prüfen

    Bohrstelle anzeichnen. Vorher mit einem Leitungssucher prüfen, ob Strom-, Wasser- oder Heizungsleitungen in der Wand liegen — besonders über Schaltern und Steckdosen. Triffst du beim Bohren auf sehr harten Widerstand, kann das Bewehrungsstahl sein: Stelle leicht versetzen.

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    Ankörnen und anbohren

    Damit der Bohrer nicht verläuft, die Stelle mit einem Körner oder einem kurzen, langsamen Anbohren ohne Schlag markieren. Den Bohrer gerade ansetzen (90° zur Wand).

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    Mit Schlag bohren

    Schlagfunktion einschalten und mit gleichmäßigem Druck bohren — nicht mit Gewalt, der Schlag macht die Arbeit. Den Bohrer ab und zu herausziehen, damit der Staub austritt und der Bohrer nicht heiß läuft. Auf die nötige Tiefe achten (Dübellänge + etwas Reserve).

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    Loch ausblasen

    Das Bohrmehl mit einer Ausblasvorrichtung, einem Strohhalm oder Staubsauger entfernen. Ein sauberes Loch ist Voraussetzung, damit der Dübel ganz versinkt und richtig hält — besonders bei Injektionsankern.

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    Dübel setzen und verschrauben

    Den passenden Dübel bündig einstecken und verschrauben. Welcher Dübel zum Beton und zur Last passt, sagt der Dübel-Berater — für Schweres ein Spreiz- oder Schwerlastanker.

Profi-Tipps
  • Bohrhammer (SDS) statt Schlagbohrmaschine spart bei hartem Beton viel Kraft und Zeit.
  • Triffst du auf Bewehrungsstahl: nicht durchbohren (Bohrer stumpft ab, Korrosionsgefahr), sondern die Stelle versetzen.
  • Trifft der Bohrer eine Hohlkammer oder wird es plötzlich weich, ist es kein Vollbeton — dann den Dübeltyp anpassen.
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Häufige Fragen

Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer für Beton?

Für einzelne Löcher reicht eine Schlagbohrmaschine mit Steinbohrer. Bei härterem Beton oder vielen Löchern ist ein Bohrhammer (SDS-Plus) klar überlegen — er schlägt pneumatisch und arbeitet kraftsparend.

Welcher Bohrer für Beton?

Ein Steinbohrer mit Hartmetallspitze. Holz- und HSS-Metallbohrer sind ungeeignet und stumpfen sofort ab. Der Durchmesser richtet sich nach dem Dübel (6er-Dübel → 6 mm).

Was tun, wenn ich auf Eisen/Bewehrung treffe?

Nicht mit Gewalt durchbohren. Die Bohrstelle ein paar Zentimeter versetzen. Bewehrungsstahl durchzubohren ruiniert den Bohrer und kann die Statik bzw. den Korrosionsschutz beeinträchtigen.

Warum muss ich das Bohrloch ausblasen?

Bohrmehl im Loch verhindert, dass der Dübel ganz hineinrutscht und sauber spreizt — die Haltekraft sinkt. Bei Injektions-/Verbundankern ist ein sauberes Loch sogar zwingend.

Weitere Anleitungen

Orientierung ohne Gewähr · bei tragenden oder sicherheitsrelevanten Arbeiten (Elektro, Statik, Schwerlast) eine Fachkraft hinzuziehen.